Traumgegner Bayern und Lautern

Für die beiden Trainer der Finalisten hat das Endspiel um den Bitburger-Verbandspokal des SWFV und der damit verbundenen Chance, in die erste Runde des DFB-Pokals einzuziehen, eine große Bedeutung – oder kommt sogar „einem Wunder gleich“. SÜDWEST FUSSBALL stellte Steven Jones (Wormatia Worms) und Karl-Heinz Halter (SV Morlautern) fünf Fragen zum bevorstehenden Pokalendspiel in Pirmasens.

 

Am „Finaltag der Amateure“ stehen alle Endspiele parallelen im bundesweiten (TV-) Fokus. Welche Bedeutung hat das für ihren Klub?

Jones: Eine große! Wir spielen seit Jahren in der Regionalliga am Limit und sind auch zufrieden mit unserer Platzierung – aber der Finaltag ist ein besonderes Highlight, gerade auch für unsere Sponsoren. Ich bekomme das auch im Umfeld mit: Es herrscht eine Rieseneuphorie, die wir gerne mitnehmen.

Halter: Für uns als kleinen Verein kommt es einem Wunder gleich, dass wir überhaupt so weit gekommen sind und uns im Finale bundesweit präsentieren können. Für uns ist es ein Quantensprung. Ich sehe es als Lohn für unsere harte Arbeit.

 

Der Weg ins Finale: Wie war er im Rückblick? Und welche Lehren ziehen Sie fürs Endspiel?

Jones: Es war ein schwieriger Weg. Wir hatten gute Gegner, die extrem motiviert waren. Das heißt für uns: Immer ans Limit gehen, sehr fokussiert sein, keinen unterschätzen.

Halter: Wir waren auf dem Weg ins Finale zweimal fast schon ausgeschieden. Zuerst im Spiel gegen den VfR Grünstadt, in dem unser unterklassiger Gegner über sich hinausgewachsen ist, und auch in der Viertelfinalpartie beim FV Dudenhofen hatten wir große Schwierigkeiten. Aber in diesen kritischen Situationen zeigte meine Mannschaft Biss und einen unbändigen Siegeswillen. Als Lehre haben wir daraus gezogen, dass wir uns, immer wenn es darauf ankommt, fokussieren und steigern können.

Ein paar Worte zum Finalgegner bitte! Wie wollen Sie Ihre Kontrahenten knacken?

Jones: Morlautern hat einen Trainer, der die Mannschaft extrem motivieren, extrem heiß machen wird – da herrscht vielleicht eine noch größere Euphorie. Aber ich spüre große Entschlossenheit bei uns. Wir müssen uns schon anpassen an den Gegner und auch an den Platz, der uns jetzt nicht besonders liegt. Mit Hurra nach vorne – das wird nicht gehen. Anders als in der Liga kannst Du Fehler hier eben nur bedingt korrigieren…

Halter: Wormatia Worms ist einer der großen Traditionsvereine des Südwestens. Ein Klub, der schon am großen Fußball gerochen hat. In Steven Jones haben die Wormser einen Trainer, der sehr gute Arbeit leistet. Vor kurzem haben sie sogar auf dem Betzenberg gewonnen, wo sie früher nie was geholt haben. Wir sind Außenseiter gegen Worms. Aber wir werden mutig spielen. Nur so können wir die Wormatia besiegen.

 

Steven Jones, Trainer Wormatia Worms

Karl-Heinz Halter, Trainer SV Morlautern

Ihr Tipp fürs Finale?

Jones: Da bin ich abergläubisch – ich tippe nicht.

Halter: Wir gewinnen 2:1.

 

Und wenn’s dann geklappt hat: Wer ist der Wunschgegner?

Jones: Auch da bin ich abergläubisch. Darüber spricht man erst, wenn man es geschafft hat. Nur so viel: Meine beiden Jungs sind Bayernfans – die konnte ich leider noch nicht richtig prägen…

Halter: Ein Traumgegner wäre für uns der 1. FC Kaiserslautern, gegen den wir dann im Fritz-Walter-Stadion spielen würden.

 

Interview von Christian Schreider und Peter Knick

One Reply to “Traumgegner Bayern und Lautern”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.